lesende Gartenzwerge
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Montag, 21. Juni 2010

© Piper Verlag
317 Seiten
Juni 2010
ISBN: 978-3492258852
Original:
Het tulpenvirus

Daniëlle Hermans: Das Tulpenvirus

DAS TULPENVIRUS von Daniëlle Hermans ist ein lesenswerter und informativer Krimi aus den Niederlanden.

Im Jahre 1637 findet im niederländischen Alkmaar eine Tulpenauktion statt, auf der die bei Adel und Bürgern beliebten Blumen Höchstpreise erzielen. Kurz darauf bricht der Markt zusammen. Doch die wertvollste Tulpenzwiebel ist gar nicht erst unter den Hammer gekommen und gerät bald in Vergessenheit – bis Alec Schoeller 400 Jahre später das Erbe seines ermordeten Onkel Frank antritt, der ihm kurz vor seinem Tod noch wertvolle Hinweise auf eine merkwürdige, sagenumwobene Tulpe gab. Als sich Alec zusammen mit seinen alten Freunden Damian und Emma auf die Fährte von Franks Mörder setzt, gerät das Trio in einen Strudel aus uralten Geheimnissen und ganz gegenwärtigen Interessen.

Was wäre Holland ohne seine Tulpen (ok, und ohne seine Tomaten und Käseräder und Coffeeshops und Fußballer und Grachten und, und, und...)? In ihrem Thriller „Das Tulpenvirus“ beschreibt Daniëlle Hermans nicht nur die Geschichte der knallbunten Frühlingsboten, sie setzt sie auch in den Mittelpunkt eines spannenden Krimis. In kurzen Passagen switcht sie dabei immer wieder zurück ins 17. Jahrhundert, als die exotischen Zuchtzwiebeln während der großen „Tulpenmanie“ die zum heiß begehrten Handelsobjekt wurden – und zum Gegenstand der ersten gut dokumentierten Spekulationsblase der Wirtschaftsgeschichte, die im Februar 1637 platzte.

Dass sich diese spannende Geschichte prima mit handfesten aktuellen Verwicklungen kreuzen lässt, macht den Reiz von Hermans’ Story aus. Auch wenn ihre Protagonisten im Vergleich zu den Blumen etwas blass bleiben, ist „Das Tulpenvirus“ ein lesenswerter und informativer Krimi aus den Niederlanden.

Daniëlle Hermans, geboren 1963 in den Niederlanden, studierte Freie Künste an der Universität Utrecht. Sie arbeitet freiberuflich als Communication Consultant und lebt in Bilthoven. Als sie Das Tulpenvirus schrieb, wusste sie nicht, dass ihr Roman durch die Vorgänge an den Finanzmärkten ungeahnte Aktualität erhalten sollte.

Rezension von Silke Schröder


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